Wer eine Reise in die Türkei plant, sollte genügend Zeit und Ausdauer mitbringen, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Landes besuchen zu können. Besser noch wären mehrere Urlaube, um die einzelnen Landesabschnitte in Ruhe zu erkunden.
Istanbul gilt als Stadt mit den meisten Einwohnern in der Türkei und befindet sich sowohl teilweise in Europa als auch in Asien beidseitig der Meerenge Bosporus. Die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählende Altstadt ist geprägt von den Bauwerken verschiedener Epochen. Um Istanbul etwas näher kennen zu lernen, bedarf es schon für sich allein einige Tage Aufenthalt.
Die bei uns wohl bekannteste Sehenswürdigkeit stellen wohl die Kalksinterterrassen in Pamukkale dar, die ebenfalls zum Weltkulturerbe zählen. Durch Thermalquellen entstanden die stufenförmigen Kalkablagerungen. Der nahe gelegene Ort Hierapolis war eine antike griechische Stadt und weist unter anderem unzählige Grabstätten sowie ein riesiges Amphitheater auf, in dem einst ca. 15.000 Personen Platz fanden.
Zumeist wird eine Reise nach Pamukkale verbunden mit einem Badeurlaub an der Türkischen Riviera am Mittelmeer. Auch hier sind verschiedene Sehenswürdigkeiten zu finden, wie zum Beispiel der imposante Seehafen von Antalya. Das einzige erhaltene Eingangstor in die antike Stadt ist das sehenswerte Hadrianstor. Entlang des Mittelmeeres finden sich überall römische und griechische Ausgrabungen, teilweise noch sehr gut erhalten. Besonders in Side existieren zahlreiche Bauwerke wie Tempelreste, Stadtmauerteile, Theaterruinen und vieles mehr.
In eine außerirdische Mondlandschaft versetzt fühlt sich derjenige, der einen Aufenthalt in Kappadokien unternimmt. Die Landschaft mit den dort vorhandenen bizarren Felsen aus Gestein, das durch witterungsbedingte unterschiedliche Abtragung geheimnisvolle Figuren erhielt, zählt ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO. Hier wohnten bis vor kurzem noch Menschen; manche stabileren Felsgebilde sind heute noch bewohnt. Die einzigartigen Höhlenkirchen von Göreme weisen noch teilweise gut erhaltene Wandmalereien aus der christlichen Zeit auf. Die unterirdischen Städte dienten einst der Bevölkerung zum Schutz vor einfallenden Feinden. In diesen ausgeklügelten Behausungen war ein Überleben für längere Zeit gewährleistet.
Um alle Sehenswürdigkeiten in der Türkei zu besuchen, ist viel Zeit notwendig, wobei in jedem Landstrich weitere sehenswerte Attraktionen erwartet werden können.